Archiv

Auf den folgenden Seiten finden sie archivierte Meldungen zu den Aktivitäten im Bereich Paludikultur.

Aktulle Meldungen finden sie im Aktuelles.

Die Torfmooskultur hatten die Projektpartner vor fünf Jahren auf wiedervernässtem Hochmoor angelegt. Die Moose konnten erfolgreich angesiedelt werden und zeigten beträchtliches Wachstum. Torfmoose lassen sich als Substrat im Gartenbau verwenden und bieten damit eine Alternative zum Torf. Bisher gibt es sie nicht als ausreichenden Rohstoff und besonders Saatgut ist knapp. Deshalb forscht MOOSWEIT, finanziert vom Land Niedersachsen, durch EFRE-Mittel und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), an großflächiger Kultivierung, maschineller Ernte und der Regeneration der Dauerkultur.

Torfmooskultivierung ermöglicht zudem eine nachhaltige Nutzung von wiedervernässten Hochmooren (Paludikultur). Bisher werden Moore entwässert, um sie zu nutzen. Das führt zur Freisetzung immenser Mengen an Treibhausgasen. Nasse Moore in Paludikultur dagegen emittieren kaum Treibhausgase, filtern zusätzlich nährstoffreiches Wasser und bilden Lebensräume für seltene Arten. Mehr zur Torfmooskultivierung im Hankhauser Moor bietet die Pressemeldung der Fachagentur für nachwachsende Rohstoff (FNR) sowie die Website www.torfmooskultivierung.de.

RRR2017 - Konferenzwoche

Im September 2017 veranstaltet das Greifswald Moor Centrum eine Paludikultur-Konferenzwoche. Die Veranstaltung beinhaltet eine nationale Konferenz zu Paludikultur in Deutschland, Exkursionen, die internationale Konferenz “Renewable resources from wet and rewetted peatlands – RRR2017” und einen internationalen Workshop zu Torfmooskultivierung. mehr...

Kleine Torfmoose ganz groß! - Weltweit erste großflächige Ernte von kultivierten Torfmoosen

17/07/2016 Weltweite Prämiere: Im Juli wurden erstmals kultivierte Torfmoose maschinell beerntet! Im niedersächsischen Hankhauser Moor ernteten Wissenschaftler der Universität Greifswald und Mitarbeiter des Torfwerks Moorkultur Ramsloh das seltene Gut von der gemeinsamen Pilotfläche. Als wertvolle Saat brachten sie es sogleich wieder aus – und verdreifachten die Produktionsfläche! Als Auftakt für das Projekt MOOSWEIT ist damit eine insgesamt 13 ha große Versuchsfläche maschinell angelegt. Ein Fernsehteam von NDR Hallo Niedersachsen! war dabei.

Infotag zur Torfmooskultivierung auf der 14 Hektar großen Versuchsfläche im Hankhauser Moor

05/05/2017 Das Greifswald Moor Centrum und das Torfwerk Moorkultur Ramsloh laden ein zu einem Infotag zur Torfmooskultivierung im Hankhauser Moor. Dort befindet sich die ca. 14 Hektar große Versuchsfläche zur Torfmooskultivierung, die 2011 auf ehemaligem Hochmoorgrünland eingerichtet und im letzten Jahr weltweit erstmalig erfolgreich maschinell beerntet wurde.

Wir freuen uns darauf, Sie am Freitag, 05. Mai 2017 zwischen 12 und 16 Uhr auf der Versuchsfläche Willkommen zu heißen. Bitte kommen Sie zum Café Ammerländer Kotten, Braker Chaussee 449, Rastede. Dort können Sie parken und werden mit kostenlosen Pendelbussen zur Versuchsfläche gefahren. Google Maps-Link.

Neben Informationen zur nachhaltigen Moornutzung, zur Klimawirkung, Biodiversität und Bewirtschaftung von Torfmooskulturen, zu modernen Blumenerden u.v.m. erwartet Sie die Vorführung von Pflege- und Erntetechnik und Sie können ihr Geschick beim Laufen mit Schneeschuhen testen. Wir empfehlen wetterfeste Kleidung und (wasser)festes Schuhwerk.

1. Platz für „SoTaMed“ beim Unique-Wettbewerb

10/06/2016   Sonnentau innovativ hat das GMC-Forscherteam von Dr. Jenny Schulz und Balazs Baranyai auf Platz 1 des diesjährigen UNIQUE Ideenwettbewerb der Universität Greifswald und des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) gebracht. UNIQUE unterstützt Studierende und Forschende der Universität Greifswald bei der Entwicklung ihrer Ideen bis zur Gründung eines Unternehmens. „SoTaMed“ heißt die Start-up-Idee des Gründerteams: Als erste Gruppe weltweit können sie die fleischfressende Pflanze, die medizinische Wirkstoffe liefert, auf wiedervernässten Mooren, also Sonnentau in Paludikultur anbauen. Kommerzieller Anbau ist bisher nicht möglich, doch die weltweite Nachfrage aus Sonnentau übersteigt das Angebot aus Wildsammlungen bei weitem. Mit ihren Anbaumethoden können Schulz und Baranyai einen hochwertigen und besonders nachhaltig produzierten Rohstoff anbieten.

Landtag MV will mehr Paludikultur
Den Antrag der Fraktionen der SPD und CDU zu „Nutzung von Paludikulturen befördern“ nahmen die Abgeordneten des Landtages Mecklenburg-Vorpommern am 03. Juli 2015 einstimmig an. Thomas Krüger führte fachlich fundiert in das Thema ein und erläuterte die Potenziale von Paludikulturen. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betonte die Vorreiterrolle Mecklenburg-Vorpommerns und wies auf die bisher ungelösten förderpolitischen Schwierigkeiten und notwendige stärkere Unterstützung des Bundes hin. Dr. Mignon Schwenke (Die Linke) nannte die MoorFutures und die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Greifswald VIP-Projektes als positive Beispiele im Moorschutz und forderte eine Untersetzung des Antrags in den Haushaltsberatungen. Burkhard Lenz (CDU) warb für eine stärkere Unterstützung der Rohrwerbung im Land und betonte die Notwendigkeit, die bisherigen Forschungsaktivitäten der Universität Greifswald zu Paludikulturen mehr zu unterstützen. Dr. Ursula Karlowski (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte dem Antrag vorbehaltlos zu und nannte den Moorschutz und die Förderung von Paludikulturen zentrale aktuelle Herausforderungen.

Mitschnitt der Landtagsdebatte

Ganz vorne vorgestellt
Als erstes von 16 geförderten wissenschaftlichen Vorhaben stellt die Broschüre „Forschungsfonds MV“ das Projekt „Pelletierung halmgutartiger Biomasse aus wiedervernässten/nassen Mooren und deren thermische Verwertung“ der Universität Greifswald, Partner im GMC, vor. Das Projekt untersuchte das Biomassepotential, die Produktion sowie die Verbrennung von Pellets und Briketts und bewertetet sie wirtschaftlich wie ökobilanziell. Die Broschüre zeigt die Potenziale der Wissenschaft an den Hochschulen und an den außeruniversitären Forschungsinstituten des Bundeslandes. Insgesamt sind im Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern 100 Projekte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert worden. In der kommenden Förderperiode wird in diesem Rahmen eine Exzellenzinitative in Mecklenburg-Vorpommern gestartet.

MICCA stellt case studies online
Das Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA) Programme der Welternährungsorganisation (Food and Agricultural Organization of the United Nations, FAO) stellt Beispielstudien zu Moormanagement online bereit, auch zum Download. Darunter sind die Beiträge zu Torfmooskultivierung in Projekten der Universität Greifswald und zum „Wetland Energy“-Projekt der Michael Succow Stiftung. Beide Institutionen sind Partner im GMC.

”The Guardian“ auf Paludikultur-Tour
Paludikultur stößt weiterhin weltweit auf Interesse. Geführt von Greifswalder Moor-Experten recherchierte Arthur Neslen, Umweltkorrespondent Europa der englischen Tageszeitung The Guardian am 15. und 16.6. zum aktuellen Stand vonP aludikulturprojekten, Ortsbegehungen und Interviews inklusive. Er besichtigte die Schilfwerbungsflächen in Rozwarowo östlich von Świnoujście/Polen. In Deutschland ging es zu mehreren Standorten im Peenetal und zum Kummerower See. Neslen beeindruckte insbesondere das Flächenmanagement mit einer kleinen Herde Wasserbüffeln im wiedervernässten Polder Randow Rustow. Auf den wiedervernässten Neukalener Moorwiesen, geprägt durch Seggenrieder, Rohrglanzgras- und Schilfröhrichte, erklärte Landwirt Hans Voigt (MoorhofNeukalen) sein Flächenmanagement mit Mutterkühen auf feuchten Bereichen und der Energiebiomasse-Ernte mit angepasster Technik auf nassen Flächen. Abschließendes Highlight der Pressefahrt war das Heizwerk der Agrotherm GmbH in Malchin. Dieses weltweit erste Heizwerk für Biomasse aus nassen Mooren versorgt 650 Haushalte, eine Schule und den örtlichen Kindergarten mit Wärme und Heißwasser. The Guardian plant mit diesem Material eine umfangreiche Veröffentlichung zum Thema Moor Wiedervernässung, Paludikultur und Minderung von Treibhausgasemissionen durch Paludikultur.

Paludikultur auf der Expo 2015 in Mailand
Ein kurzer Film über Paludikultur ist im Deutschen Pavillon auf der diesjährigen Weltausstellung in Mailand zu sehen. Im Themenbereiche Klima wird die Forschung zu Paludikultur als eines der Projekte für klimafreundliche Landwirtschaft und ein Beitrag des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern präsentiert. Der Besucher kann den kurzen Beitrag selbstständig von einer interaktiven Plattform abrufen. Der Deutsche Pavillon auf der Expo Milano 2015 will neue und überraschende Ideen aus Deutschland zu den Grundlagen der zukünftigen Ernährung liefern, gemäß dem Expo-Thema „Feeding the Planet, Energy for Life". Eine Länderwoche Mecklenburg-Vorpommern läuft dort vom 18. bis 25. Mai 2015.

Preisverleihung an "Torfmooskultivierung"
Am Freitag, dem 27. März 2015, wird das Forschungsprojekt „Torfmooskultivierung“ des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität (EMAU) Greifswald im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ als Preisträger geehrt. Die Preisverleihung finidet auf der Pilotfläche im Hankhauser Moor statt. Prof. Hans Joosten (EMAU Greifswald) nimmt die Auszeichnung von Mathias Ohl (Deutsche Bank) entgegen. Im Rahmen der Festveranstaltung werden unter anderem Dr. Gerd Höher (Referatsleiter Nachwachsende Rohstoffe und Gartenbau, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Irene Dahlmann (Referatsleiterin Naturschutzverwaltung und Moorschutz, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) und Dr. Reinhard Stock (stellv. Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt) einige Worte zur Zukunft der Torfmooskultivierung sprechen. Siehe auch: Greifswalder Projekt „Torfmoos“ ist „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen”

Neues Greifswald Moor Centrum
Das neue Greifswald Moor Centrum (GMC) geht an den Start! Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik bündeln 50 Moorkundler im GMC an einem Standort ihre Expertise zu allen Moorfragen, lokal und weltweit. Auf wissenschaftlicher Grundlage will das GMC damit zielgerichtete Lösungsansätze für gesellschaftliche und politische Herausforderungen bieten, insbesondere Klimaschutz, Biodiversitätserhalt und Nachhaltiges Wirtschaften in Bezug auf Moore. Das Greifswald Moor Centrum basiert auf 200 Jahren interdisziplinärer landschaftsbezogener Wissenschaft mit Schwerpunkt Moor in Greifswald und koordiniert die weltweit größte Datenbank zu Verbreitung und Zustand der Moore. Träger sind das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, die Michael Succow Stiftung, das Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde DUENE e. V. und die Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL).

Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN für Malchiner Biomasseheizwerk
Das Malchiner Heizwerk für Biomasse aus Niedermooren, betrieben von der Agrotherm GmbH Malchin (Mecklenburg-Vorpommern), hat den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis 2014 ZeitzeichenN in der Kategorie Unternehmen gewonnen. Ausgezeichnet wurde die einzigartige nachhaltige und lokale Wärmegewinnung durch Nutzung regenerativer Biomasse von wiedervernässten Flächen (Paludikultur). Der Nachhaltigkeitspreis ZeitzeichenN 2014 belohnt die Agrotherm GmbH gemeinsam mit dem Landwirtschaftsbetrieb Hans Voigt nach einem langjährigen Prozess von Planung und Bewilligung bis zur Umsetzung des Heizwerks. Die Idee zum Paludi-Heizwerk bei Malchin war aus dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt ENIM am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald von 2006-2009 entstanden.

Weltpremiere: Erstes Paludikultur-Biomasse-Heizwerk eingeweiht
Am 26. Juni 2014 wurde das weltweit erste Heizwerk, welches Biomasse von vernässten Mooren als Brennstoff verwendet, in Malchin feierlich durch den Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, eingeweiht.

Das Heizwerk mit einem Kessel der Firma LIN-KA kann sowohl halmgutartige Biomasse – hier vor allem Seggen und Rohrglanzgras – als auch Holzhackschnitzel in Wärme umwandeln. Mit einer Leistung von 800kW werden etwa 1000 Wohneinheiten, ein Kindergarten und weitere öffentliche Gebäude der Stadt Malchin in Mecklenburg-Vorpommern durch den Betreiber Agrotherm GmbH mit Wärme versorgt. Der jährliche Brennstoffbedarf von 800-1200 t Biomasse wird auf etwa 200 ha Fläche am Kummerower See im Sommer gemäht und in Ballen gepresst.

Durch den Einsatz von Niedermoorbiomasse kann in Malchin pro Jahr fossile Energie die rund 290.000 – 380.000 l Heizöl entspricht eingespart werden.

Die Niedermoorbiomasse wird vom Landwirtschaftsbetrieb Hans Voigt bereitgestellt. Aufgrund der Wiedervernässung angrenzender Flächen hat sich auch die Artenzusammensetzung auf den für das Heizwerk geernteten Flächen verändert und wurde als Futter für Mutterkühe unbrauchbar. Um die Nutzung nicht komplett aufzugeben, wurden zusammen mit der Universität Greifswald alternative Verwertungen gesucht und diese nach langer Planungs- und Vorbereitungszeit nun mit der energetischen Nutzung als Brennstoff verwirklicht. Die Einweihung des Heizwerkes ist ein wichtiger Schritt, um eine Möglichkeit der regionalen Wertschöpfung durch die standortgerechte Nutzung von Niedermooren, d.h. bei hohen Wasserständen, aufzuzeigen.

Deutscher Nachhaltigkeits­preis 2013 für Paludi­kultur-Forschung
Am 22.11.13 hat das Projekt "VIP - Vorpommern Initiative Paludikultur" den bundesweiten „Forschungspreis nachhaltige Entwicklung“ gewonnen. Der vor 1.200 Gästen verliehene Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die wichtigste nationale Auszeichnung für Nachhaltigkeitsengagement und einer der renommiertesten Preise seiner Art in Europa. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zeichnete zum zweiten Mal herausragende Forschungsprojekte in den Bereichen Klima, Energie, Ressourcen und Umwelttechnologien aus, die „Sustainability made in Germany" voranbringen. Finalisten waren neben der Universität Greifswald Projekte der Universität Tübingen sowie der Technischen Universität Kaiserslautern.
Deutscher Nachhaltigkeitspreis...

CULTURA-Preis für Hans Joosten
Am 30.08.13 August zeichnete die Alfred Toepfer Stiftung Prof. Dr. Hans Joosten mit dem Europäischen Preis für zukunftsgerechte Landnutzung aus. Geehrte wurde er für sein Arbeit zum Schutz der Moore in der Praxis, in der Politik und in der Forschung und seine interdisziplinären Lösungsansätze wie Paludikultur und die Entwicklung von durch Wiedervernässung generierten Kohlenstoff-Zertifikaten. CULTURA-Preis...

Heizwerk Malchin offen am Tag der Erneuerbaren Energien
Am Tag der Erneuerbaren Energien Mecklenburg Vorpommern (Samstag 25. April 2015) öffnet das Heizwerk der Agrotherm GmbH in Malchin seine Türen für Besucher. Es ist weltweit das erste Heizwerk für Biomasse von nassen Niedermooren. Betreiber Ludwig Bork wird ab 15:00 Uhr Besonderheiten und Herausforderungen der halmgutartigen Biomasse als Brennstoff erklären und durch die Anlage (Basedower Str. 76, 17139 Malchin) führen. Moorforscher des Paludi-Pellets-Projektes der Universität Greifswald werden Einblicke in ihre aktuelle Forschung zur nachhaltigen Nutzung von Niedermooren geben, insbesondere zur energetischen Verwertung.

Info-Veranstaltung zu Paludikultur
Informationen zu Paludikultur und zur energetischen Verwertung von Niedermoorbiomasse im Heizwerk in Malchin gibt es am Dienstag 28. April in Bad Sülze im Amt Recknitz-Trebeltal (Am Markt 1) von 10-13 Uhr. Eingeladen sind vor allem Vertreter aus der Praxis, wie Landwirte, Schilfwerber, Wärmeabnehmer und Stadtvertreter. Auch andere Interessierte sind herzlich willkommen.

Paludikultur präsent auf "Grüner Woche"
Auf der "Grünen Woche", der internationalen Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus, wurde das Thema Paludikultur von 21.-26. Januar 2015 an einem eigenen Stand präsentiert. In diesem Rahmen konnte sich auch das neue Greifswald Moor Centrum erstmmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Ankündigung: Vortrag zu Paludikultur
Am 18. November referieren Greifswalder Paludikultur-Experten zu nachhaltiger Bewirtschaftung nasser Flächen beim Förderverein Peenetal in Anklam. Der Vortrag von 18:30-20:30 in der Gaststätte am Steintor (Neuer Markt 3, 17389 Anklam) ist für alle Interessierten offen.

Neu auch für Naturschützer - Info-Stand "Paludikultur" auf 20. Naturschutztag SH
Die nachhaltige Bewirtschaftung nasser Flächen kann auch unter Naturschützern noch viel bekannter werden, merkten Greifswalder Moorkundler auf dem 20. Naturschutztag Schleswig-Holstein in Rendsburg Ende November. Mehr als 400 Naturschützer waren zum Tag unter dem Leitthema ‚Auen und Moore- Schlüssel für Lebensqualität und grünes Wachstum‘ im Norden der Republik gekommen. Mit zwei Vorträgen und einem Info-Stand zu Paludikultur samt Schilfbündel und Torfmoos sorgten die Greifswalder für mehr Paludikultur-Wissen unter den Tagungsteilnehmern und stießen auf reges Interesse.

Hochrangig aus Russland
Auf einer Studienreise im April 2015 konnten sich hochrangige Ministeriale aus den russischen Regionen Moskau und Twer zu den Methoden und Umsetzungen von Moorwiedervernässung in Deutschland und den Niederlanden informieren. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierte einen Workshop in Bonn, auf dem das erfolgreiche Modell der MoorFutures vorgestellt wurden. Das innovatives Finanzierungsinstrument für die Moorwiedervernässung hatten Experten des GMC maßgeblich mitentwickelt. Es wurde angeregt diskutiert, wie dieses Modell auch in Russland Anwendung finden könnte. Die Reise wurde von Wetlands International und der Michael Succow Stiftung, Partner im GMC, im Rahmen des Projektes Moorrestauration in Russland durchgeführt.

Paludikultur-Workshop in Twer - ein erster Schritt
Vom 21.-22. April fand an der Staatlichen Technischen Universität Twer (Russland) ein erster internationaler Workshop zum Thema Paludikultur statt. Er sollte Paludikultur in Russland bekannter machen und vor allem die ökonomischen Anreize für die Vernässung zur Vermeidung von Torfbränden und Klimagasen aufzeigen. Vorgestellt wurden Ergebnisse dortiger Pilotversuche zur Schilfkultivierung und –nutzung und Resultate anderer Paludikultur-Projekte, etwa aus dem „Wetland Energy“Projekt in Belarus. Den Workshop veranstaltete das an die Universität Twer angeschlossene Torfinstitut gemeinsam mit der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, im Rahmen des Projektes zur Restauration vonMooren in Russland. In Twer hatte sich seit dem frühen 20ten Jahrhundert die russische Moorforschung zur Erschließung der Moore für den Torfabbau zur Energiegewinnung unter der Leitung von Ivan Radchenko entwickelt. Auf den nach ihm benannten, aber 1993 geschlossenen und weitgehend brach liegenden, Moorforschungscampus ‘Radchenko‘ führte während des Workshops eine Exkursion. Noch heute liegen dort die Projektversuchsflächen des Torfinstituts. Für die Zukunft besteht in Twer großes Interesse an einer Kooperation zum Wissensaustausch mit dem Greifswald Moor Centrum (GMC), um die Möglichkeiten einer nachhaltigen Moornutzung weiterhin in Russland zu propagieren.

Paludikultur in Webinar - Audio und PPs jetzt online!
Fünf Beiträge zu Paludikultur bot das Webinar “Challenges and Solutions for Responsible Peatlands Management”, organisiert am 1. Oktober 2014 durch das "Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA)"-Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agricultural Organisation of the United Nations, FAO). Die Präsentationen sind nun online verfügbar:
Avagyan, Armine (FAO):
Characteristics of responsible management of peatlands; click here for audio
Abel, Susanne (Universität Greifswald):
Paludiculture options for responsible utilization of peatlands in Indonesia; click here for audio
Haberl, Andreas (Michael Succow Stiftung):
Biomass from reeds for energy production in Belarus ; click here for audio
Joosten, Hans (Universität Greifswald):
Outlook: Priority actions and requirements for responsible management; click here for audio
Xiaohong, Zhang (Wetlands China):
Sustainable grazing for peatlands restoration in China; click here for audio

Neue MICCA-Peatland Broschüre
Ein neues Guidebook zu nachhaltiger Moornutzung “Towards climate-responsible peatlands management” ist nun erhältlich. Herausgeber ist das Mitigation of Climate Change in Agriculture-Programm der Welternährungsorganisation (Food and Agricultural Organization of the United Nations, FAO). Das Guideboook enthält Greifswalder Beiträge zu Röhricht-Biomasse als energetischem Ersatz für Torf und zu Torfmoosen als Ersatzsubstrat für Torf im Gartenbau.

Paludikultur in Webinar
Das Webinar “Challenges and Solutions for Responsible Peatlands Management” am 1. Oktober 2014 wird mehrere Beiträge zu Paludikultur bieten. Organisator dieses digitalen Seminars ist das "Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA)"-Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agricultural Organisation of the United Nations, FAO). Eine Online-Diskussion ist vom 30. September bis zum 7. Oktober möglich. Hier die Anmeldung zum Webinar am 1. Oktober von 10:00-11:30 Uhr (Zeitzone CEST).

“Torfmoos“ ist eine „Innovation querfeldein“
„Torfmooskultivierung“, ein Forschungsprojekt der Universität Greifswald in Kooperation mit Torfwerk Mokura in Ramsloh und anderen Partnern, gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr im Zeichen des Mottos „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“. Deutschlandweit bewarben sich rund 1.000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Vereine. Am 3. Juli nehmen Mitglieder des „Torfmooskultivierung“-Forschungsprojektes am Netzwerktreffen der 100 Preisträger teil. Am 27. März 2015 feiert “Torfmooskultivierung“ seine Auszeichnung auf der Versuchsfläche in Hankhausen. Im Oktober und November 2014 wählt die Öffentlichkeit per Online-Abstimmung den Publikumssieger.

Mehr unter:“Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen - Torfmooskultivierung” und “Greifswalder Projekt „Torfmoos“ ist Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen”.

VIP: Projekt zur Paludikultur auf der Jahrestagung des Nachhaltigkeitsrates
„Moor muss nass!“ – so das Fazit der Präsentation von Professor Joosten auf der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 2. Juni 2014 in Berlin. Unter der Überschrift „Durchbrüche und Zumutungen“ präsentierten sieben Expertinnen und Experten zu Beginn der Tagung neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung. Professor Joosten ging in seinem Beitrag natürlich auf die nasse Moor­bewirt­schaftung ein, die auch im Rahmen des VIP-Projektes weiterentwickelt wurde. Klimaschutz und Naturschutz gehen hier Hand in Hand mit Regionalentwicklung und regionaler Wertschöpfung, so der Greifswalder Professor. Der gesamte Beitrag ist als Videostream dokumentiert.

Mehr zum Vortrag von Professor Joosten sowie zur Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung finden Sie hier. (Text: Thomas Weith)

Vorstellung Hydrologisch-hydrogeologisches Gutachten für das Thurbruch, Süd-Usedom
Am Mittwoch 2. Juli, 19:00 wird in Ahlbeck im Anbau der Pommernhalle (Bahnhofstraße, Sporthalle) das Hydrologisch-hydrogeologische Gutachten für das Thurbruch öffentlich vorgestellt. Das Gutachten wurde im Rahmen des BMBF Forschungsprojektes „VIP – Vorpommern Initiative Paludikultur“ von der Universität Greifswald beauftragt. Es ergänzt das Bürgergutachten „Zukunft des Thurbruchs - Ein Leben mit dem Moor“, welches von 25 zufällig ausgewählten Bürgern aus der Region erarbeitet wurde. Im hydrologisch-hydrogeologischen Gutachten werden die Nutzungsgeschichte und deren Folgen für das Moor sowie die aktuelle Situation im Hinblick auf die Entwässerung des Moores aufgearbeitet. Weiterhin betrachtet das Gutachten Möglichkeiten einer Optimierung des Wassermanagements mit den Zielen die Kosten für die Entwässerung zu reduzieren, eine dauerhafte Nutzung in Paludikultur zu ermöglichen und Siedlungsbereiche vor negativen Einflüssen zu schützen.

Alle Interessierte sind herzlich zur Vorstellung des Gutachtens eingeladen.

Das Gutachten und weitere Studien zum Thurbruch die im Rahmen des Forschungsprojektes erarbeitet wurden, können in Kürze unter “www.vip.paludikultur.de” eingesehen werden.

Mehr Moor-Erfolge zeigen
“Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet” ist Titel der aktuellen Best practice-Broschüre des International Union for Conservation of Nature United Kingdom Peatland Programme (IUCN UK Peatland Programme). Am 29. April stellte der IUCN diese in seiner Brüsseler Vertretung vor. Die Publikation enthält sieben Beiträge Greifswalder Moor- und Paludikultur-Experten. Die Broschüre mit zahlreichen Fallbeispielen soll international ein politischer Türöffner für Anliegen der Moorrestauration sein.
Download und weitere Informationen: “Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet”

Statusbericht „Carbon Market Approaches for Peatlands“
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes hat im März einen aktuellen Statusbericht „Carbon Market Approaches for Peatlands“ vorgelegt. Die Moorforscher der Universität Greifswald waren daran maßgeblich beteiligt. Welche Klimaschutzinstrumente für den Erhalt und die Entwicklung von Mooren sind auf internationaler Ebene vorhanden. Wird die Klimawirkung von Mooren in Marktmechanismen sowie in bestehenden oder geplanten Emissionshandelssystemen berücksichtigt? Welche internationalen Förderungen für die Renaturierung von Mooren in Entwicklungsländern existieren und welche Rolle spielt das auf den Klimaverhandlungen in Warschau 2013 verabschiedete Regelwerk für REDD+ ? Diese und weitere Fragen werden im Bericht analysiert.
Download unter: „Carbon Market Approaches for Peatlands“

"Best Practice"-Broschüre
Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) bringt eine Broschüre zu erfolgreicher Moorrestauration mit internationalen Fallbeispielen heraus. Das “Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet” enthält sieben Beiträge Greifswalder Paludikultur-Experten. Die Broschüre soll international ein politischer Türöffner für Moorrestaurationsanliegen sein. Am 29. Apil wird die Broschüre im Welsh Assembly Office in Brüssel vorgestellt und dann als Download zur Verfügung stehen.
Mehr Information unter: http://www.iucn-uk-peatlandprogramme.org/

Neues IPPC-Supplement
Der internationale Klimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) hat die Richtlinien zur Inventarisierung von Treibhausgasemissionen um eine Beilage zu Mooren ergänzt. Das 2013 "Supplement to 2006 IPCC Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories" ist verfügbar unter:
http://bit.ly/1kqeple (ganzer Bericht; engl.)
http://bit.ly/1i670Y6 (Übersicht; engl.)

Mehr Paludikultur für Irland
Der Entwurf für eine neue nationale Moor-Strategie in Irland sieht in Punkt 20 vor: “Neue Techniken zur Wertschöpfung wie Paludikultur, insbesondere die Kultivierung von Torfmoosen, werden erschlossen“ (Seite 24).
Mehr Information unter: http://www.npws.ie/media/npws/Final National Peatlands Strategy.pdf

Palmölanbau auf Moorböden
Wetlands International entwickelt mit "Practical guidance for implementing RSPO - Principles and Criteria in relations to peatlands" Handlungsempfehlungen, mit denen sich die negativen Auswirkungen des Palmölanbaus auf Moorböden mindern lassen. Der RSPO ist der auf Initiative des WWF 2004 gegründete Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl. Anmerkungen zum Entwurf Practical guidance for implementing RSPO... nimmt die NGO unter post(at)wetlands.org entgegen.

UNFCCC 2013 in Warschau
Vom 11.-22. November nimmt Moorforscher Prof. Hans Joosten am Klimagipfel (United Nations Framework on Climate Change - UNFCCC) in Warschau teil. Dessen Nebenorgan Subsidiary Body for Scientific and Technical Advice (SBSTA) klärt wissenschaftliche und technische Fragen, etwa für die Programme LULUCF (Land Use, Land-Use Change and Forestry - LULUCF) oder REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation). In beiden setzt sich Joosten für die Anrechnung von Klimaleistungen aus Mooren ein.

DBU-Promotionsstipendium
Promotionsstipendiat Balazs Baranyai (Ungarn) will alte und neue Vermehrungsmethoden und Technologien („Torfpads“) von Drosera rotundifolia (Sonnentaukraut) auf den im Rahmen der Paludikultur-Projekte der Universität Greifswald eingerichteten Torfmoosfelder testen. Das überzeugte die Promotionskommission der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie gewährte Herrn Baranyai ein Stipendium. Die ausgewählten Torfmoosfelder bieten in Deutschland einzigartigen Möglichkeiten zu einem biologisch zertifizierten und nachhaltigen Anbau von Drosera rotundifolia zu entwickeln.

Rettet die Moore
Für die halbstündige Sendung „Rettet die Moore“ auf SWR2 Wissen war Reporterin Anna Floreske mit Greifswalder Torfmoosexperten auf die Versuchsflächen in Hankhausen unterwegs:SWR2-Sendung "Rettet die Moore"...

RBB Reportage: Moore - die lange unterschätzten Klimaretter
Am 14.10.2013 zeigte RBB Ozon eine Reportage zu Moornutzung und Paludikultur. Die Sendung gibt einen Überlick über verschiedene Moortypen, ihe Nutzungsgeschichte, ihre Bedeutung für das Klima und stellt Paludikultur als alternative Form der landwirtschaftlichen nutzung vor. Gleichzeitig werden auch Konflikt mit den Landnutzern nicht verschwiegen. Die äußerst sehenswerte Reportage kann in der Mediathek des RBB angeschaut werden. zur Mediathek...

Memorandum der internationalen Konferenz RRR2013
Die Teilnehmer der inter­natio­nalen Konferenz "Reed as a Renewable Resource" haben ein Memorandum veröffentlicht. pdf...