Typha-connect - Kooperationsnetzwerk Rohrkolben als nachwachsenden Rohstoff

Rohrkolben (Typha) ist eine hochproduktive, ausdauernde Feuchtgebietspflanze deren Biomasse beispielsweise als Dämmmaterial genutzt werden kann. Eine Rohrkolbenkultur auf wiedervernässtem Niedermoorgrünland hätte viele Vorteile im Vergleich zu entwässerter Moornutzung:

  • Klimaschutz durch Torferhalt,
  • Gewässerschutz durch Nährstoffrückhalt und
  • nachhaltige Rohstoffgewinnung.

Der Anbau von Rohrkolben im betrieblichen Maßstab ist jedoch noch nicht realisiert, obwohl großes Interesse an der Biomasse für die stoffliche Verwertung besteht. Ein Testanbau wurde in den 90er Jahren auf 6 ha im Donaumoos durchgeführt. Biomasse für den Baustoffsektor wird bisher sporadisch aus dem Senegal oder dem Donaudelta bezogen. Für Testzwecke wurde Rohrkolben von spontan etablierten Beständen auf Moorflächen in M-V geerntet. Versuche zum Anbau finden derzeit bei Ueckermünde und in den Niederlanden statt.

Im Moment sind die Rahmenbedingungen für den Rohrkolbenanbau unklar. Bei Anbau von Rohrkolben droht ein Verlust des Status ‚landwirtschaftliche Nutzfläche‘ (wird allerdings unterschiedlich in den europäischen Förderregionen gehandhabt). Das Kooperationsnetzwerk hat als Ziel, verschiedene Akteure und Wissen zu bündeln, um zu diskutieren, wie der Typha-Anbau in die Fläche gebracht und die Nutzung der Biomasse gefördert werden kann.

Aktuelles

Feldtag & Workshop

Typha in der Praxis: Erntetechnik und die Zukunft von Rohrkolben als nachwachsenden Rohstoff.
Am 13. & 14. Februar in Kamp (bei Anklam) und Greifswald, Deutschland.

Der Feldtag wurde durch das Greifswald Moor Centrum und die Stiftung Wetland Products organisiert.

Der Workshop wurde im Rahmen des Projektes "Deutscher Moorschutzdialog - Impulse für Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Landnutzung auf Mooren" durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Teil der Nationale Klima Initiative gefördert.

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