Aktuelles

2026

EDELNASS Workshop

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

3 Jahre Forschung zu Nasswiesenbiomasse

16/06/2026 Was lässt sich aus Nasswiesenbiomasse herstellen – und wie können daraus tragfähige Wertschöpfungsketten entstehen? Nach drei Jahren Forschung stellt das EDELNASS-Projekt seine Ergebnisse dazu vor.

Beim Abschluss-Workshop am 23. Juni 2026 am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie dreht sich alles um die Nutzung von Nasswiesenbiomasse für Papier, Basischemikalien und weitere biobasierte Produkte. Forschende präsentieren ihre Erkenntnisse und diskutieren gemeinsam mit Praxisakteuren, welche Chancen und Herausforderungen für die zukünftige Nutzung nasser Moor- und Feuchtgebietsbiomasse bestehen. Neben den Projektergebnissen stehen insbesondere der Austausch und der Blick nach vorn im Mittelpunkt: Welche nächsten Schritte braucht es, damit innovative Produkte und Wertschöpfungsketten aus nasser Biomasse den Sprung in die Praxis schaffen?

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr (Empfang ab 10 Uhr) und endet um 16 Uhr. Im Anschluss können Interessierte Labore und Anlagen des ATB besichtigen. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. Weitere Informationen und Anmeldung: Online Formular

RRR2025 - Aftermovie

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Jetzt angucken!

02/06/2026 Genau der richtige Zeitpunkt: Zum International Peatland Day gibt es den offiziellen Aftermovie zur Internationalen RRR Conference 2025 (RRR Aftermovie 2025 ). 350 Teilnehmende, 84 Präsentationen, ein gemeinsames Thema - der nachhaltigen Nutzung von Mooren, also Paludikultur,

Dabei haben wir Stimmen aus Ländern Europas, Afrika und den USA eingefangen, die unterschiedlichen Entwicklungsstände und Potenziale zeigen: Lorna Parker aus dem Vereinigten Königreich berichtet zum bisher experimentellen Charakter dort und dem beginnenden Rohrkolben-Anbau im Great Fen. Leonard Akwany aus Kenia sieht Paludikultur dort noch in den Anfängen, aber auch große Potenziale für Wasser- und Klimaschutz und den Vorteil, auf europäische Erfahrungen bauen zu können.

Prof. Christian Fritz aus den Niederlanden betont die Stärke von Paludikultur, effektiven Klimaschutz mit wirtschaftlicher Nutzung, Vorteilen für den Wasserhaushalt und das Mikroklima zu verbinden. Wissensvermittlung, wirtschaftliche Anreize und Kooperationen zwischen verschiedenen Akteursgruppen hält er für entscheidend für die weitere Implementierung.

Prof. Harald Grethe sieht die Transformation hin zu großflächiger Wiedervernässung und Paludikultur im Zeitraum der nächsten 15 bis 25 Jahren in Anspruch nehmen wird. Wiedervernässungen mit erneuerbaren Energien zu verknüpfen sowie den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis schätzt er dafür als zentral ein.

Orion Blake, Landwirt aus den USA, berichtet über seine Erfahrungen mit nasser Bewirtschaftung im Walkill River Valley. Angesichts von Bodensackungen und zunehmenden Überschwemmungen sieht er in der Paludikultur eine zukunftsfähige Lösung, stößt jedoch auf große Widerstände. Doch mit seinem eigenen Betrieb demonstriert er bereits seit mehreren Jahren, wie sich solche Ansätze lokal und praktisch umsetzen lassen.

Von der Nische fast zum Trend - wie sich Paludikultur in den letzten zehn Jahren entwickelt hat und in Zukunft bestmöglich skaliert werden kann, darüber gibt GMC-Leiterin Franziska Tanneberger einen Einblick. Für sie haben die RRR-Konferenzen seit 2013 einen Beitrag dazu geleistet, indem sie Akteurinnen und Akteure weltweit vernetzt und den Austausch gefördert haben.

Aktuelle nationale Förderentscheidungen wie die Palu-Richtlinie verleihen dem Thema Paludikultur zusätzlichen Auftrieb. Die RRR-Veranstalter Greifswald Moor Centrum und Thünen-Institut sind daher zuversichtlich, auch 2028 wieder Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammenzubringen, um Wissen zu teilen, Netzwerke zu stärken und konkrete Wege für Wiedervernässung und produktive nasse Landnutzung gemeinsam zu entwickeln.

Kein Anschluss für Moor-PV?

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

GMC warnt vor EEG-Änderung

01/06/2026  Moor-Photovoltaik könnte ihren Sonderstatus verlieren: Der aktuelle Referentenentwurf zur EEG-Novelle sieht vor, die Privilegierung von Moor-PV-Anlagen zu streichen. Das Greifswald Moor Centrum hält das für ein falsches Signal zur falschen Zeit.
In einer aktuellen Stellungnahme weist das GMC darauf hin, dass Moor-PV einen wichtigen Anreiz für die Wiedervernässung von Mooren schafft. Die Verbindung von Klimaschutz und erneuerbarer Energieerzeugung kann dazu beitragen, Treibhausgasemissionen aus entwässerten Moorböden zu senken und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven für die Flächennutzung zu eröffnen.
Fällt die Privilegierung weg, könnten Wiedervernässungsprojekte an Schwung verlieren. Gleichzeitig droht, dass Photovoltaikanlagen weiterhin auf entwässerten Moorböden errichtet werden und weitere klimaschädigende Emissionen entstehen, während Chancen für Klima-, Arten- und Moorschutz ungenutzt bleiben. Das GMC spricht sich deshalb dafür aus, Moor-PV als besonders förderwürdige Technologie im EEG zu erhalten.

Eine fundierte Recherche zum Thema gibt es bei klimareporter: Reiche stellt dem Moorschutz den Strom ab
Die vollständige Stellungnahme zum Referentenentwurf EEG steht ebenfalls online zur Verfügung.

PhotoVoice im Ammerland

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Mach mit!

28/05/2026  Du machst gerne Fotos und teilst deine Bilder und Gedanken zu Moor gerne? Dann haben wir im Landkreis Ammerland jetzt das richtige Angebot für dich: Das interaktive Foto-Projekt „Begegnungen mit dem Moor“ im Projekt #MOOSland lädt herzlich ein, die Vielfältigkeit der Moore fotografisch und erzählerisch festzuhalten - mit mehreren Events über drei Monate.

Melde dich bis zum 7. Juni (unter folgenden Link: https://survey.academiccloud.de/f/757768?lang=de) für unsere Auftaktveranstaltung an und werde Teil unseres spannenden Forschungsprojekts zu einer nachhaltigen Zukunft für Mensch und Moor.

Das interaktive Foto-Projekt mit dem Titel "Begegnungen mit dem Moor" ist Teil des Verbundprojektes MOOSland . Es erkundet, was Menschen im Ammerland mit dem Moor verbinden und wo sie diesem begegnen. Über zwei Wochen hinweg halten die Teilnehmenden ihre Bilder vom Moor fest und tauschen sich anschließend darüber aus. Die Teilnahme ist kostenlos.

Save the Date: Paludikultur Tagung in Niedersachsen

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Nasse Moornutzung im Fokus

22/05/2026  Save the Date: Am 5. Oktober 2026 laden das LivingLab Teufelsmoor und die PaludiZentrale zur Tagung „Nasse Moornutzung in Niedersachsen – Potenziale der Paludikultur und Synergien von Nutzung und Naturschutz“ nach Ritterhude ein.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Moorboden- und Klimaschutz mit Wertschöpfung verbinden lassen und welche Synergien – aber auch Zielkonflikte – zwischen Klima-, Natur- und Gewässerschutz bestehen.

Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Behörden, Politik, Verbänden, Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, Herausforderungen und Perspektiven der nassen Moornutzung zu diskutieren. Fachliche Impulse sowie Einblicke in Praxiserfahrungen ergänzen den Austausch.

Die Tagung findet von 11:00 bis 18:00 Uhr im Hamme Forum in Ritterhude statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Auch Beiträge für die Postersession sind willkommen.

Weitere Informationen folgen in Kürze: https://paludizentrale.de/