Aktuelles

2026

Dreh am Rad

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

am Wissenschaftstag 2026

08/05/2026  Beim Wissenschaftstag 2026 am 27. Juni 2026 drehen die Moorforschenden von Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum am Rad - des Moorwissens - und geben damit Einblicke in ihre Arbeit rund um Moore, Klimaschutz.  An einem eigenen Stand zeigen sie, welche Rolle Moore für Klima, Umwelt und Gesellschaft spielen und warum Moorforschung vor Ort aber auch weltweit wichtig ist.

Mehr dazu herausfinden können Besucher*innen bei diesen Aktivitäten:

  • beim Drehen des großen (Glücks)Rads zu Moorwissens kuriose Moorfacts erfahren und einige Moormythen richtig rücken,

  • Moor-Match - herausfinden, aus welcher Moorpflanze welches Produkt werden kann,

  • beim Pollenpuzzle und unterm Mikroskop in Jahrtausende Erdgeschichte gucken

  • auf der Karte „Moor bei dir?“ das nächstgelegene Nachbarmoor in MV finden

Erworbenes Moorwissen stempeln die Moorforschenden gerne ab. Für ein volles Sammelkärtchen gibt es eine kleine Belohnung.

Der Wissenschaftstag in Greifswald  steht 2026 unter dem Schwerpunkt „One Health“ und lädt mit Vorträgen, Führungen und zahlreichen Mitmachaktionen dazu ein, Wissenschaft kennenzulernen und mit Forschenden ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig feiert die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ihr 75-jähriges Bestehen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.

Was die GAP der EU für die Paludikultur bedeutet

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Potentiell unterstützend, aber noch nicht in vollem Umfang

27/04/2026  Die aktuelle Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023–2027 der Europäischen Union schafft mehr Möglichkeiten für den Schutz, die Wiedervernässung von Mooren sowie für Paludikultur als frühere Förderperioden, wie ein neuer Bericht zeigt. Inwieweit diese Möglichkeiten in der Praxis umgesetzt werden können, hängt jedoch weiterhin davon ab, wie die Mitgliedstaaten den GAP-Rahmen mit ihren nationalen Strategieplänen umsetzen.

Die aktuelle GAP schafft erstmals einen klareren Rahmen für Moore und Paludikultur. Sie legt einen Mindeststandard für den Schutz von Mooren und Feuchtgebieten fest, adressiert die Förderfähigkeit für Direktzahlungen und öffnet die Tür für neue Öko-Regelungen zur Unterstützung der Paludikultur und der Wiedervernässung von Mooren. Darüber hinaus ermöglicht es die bewährte GAP-Toolbox, Paludikultur durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme, Investitionsförderung, Zusammenarbeit, Beratung und Schulungen voranzubringen.

Die landwirtschaftliche Förderfähigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für die Paludikultur. Wichtige Paludikulturpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Torfmoos werden nach wie vor als nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse eingestuft. Bislang haben nur sechs der 27 Mitgliedstaaten die neue Ausnahmeregelung umgesetzt, durch die die Förderfähigkeit von landwirtschaftlichen Flächen in solchen Fällen gewahrt werden kann. Eine Fläche mit Nasswiesen-Paludikultur kann zwar weiterhin als Dauergrünland gelten. Doch dieser Status kann verloren gehen, wenn Nichtfutterpflanzen überhandnehmen. Für Landwirt*innen und Landbewirtschaftende führt dies zu anhaltender Unsicherheit, wenn sie einen Übergang zur Paludikultur in Betracht ziehen.

Der Bericht, veröffentlicht im Rahmen des Projekts Paludi4all, schätzt, dass die derzeitige GAP sowie nationale Weichenstellungen dennoch zunehmend förderlich für Moore und die Paludikultur werden. Länder wie Dänemark, Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich liefern bereits nützliche Beispiele. Sie zeigen, wie verschiedene nationale Instrumente und politische Ansätze innerhalb und über die GAP hinaus zusammenwirken können. Mit Blick auf die Zukunft könnte ein Policy-Mix dazu beitragen, den Übergang zu unterstützen. Dies würde positive Anreize für die Paludikultur und die Ökosystemleistungen von Mooren beinhalten, während die Unterstützung für die entwässerungsbasierte Moornutzung schrittweise auslaufen würde. Zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine CO₂-Steuer, könnten ebenfalls dazu beitragen, die Planungssicherheit langfristig zu verbessern.

Mehr Nass in trockenen Tüchern

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Die neue Palu-Richtlinie

17/04/2026  Lang erwartet und heute veröffentlicht bringt die Palu-Richtlinie des Bundesumweltministeriums jetzt Klarheit zu Förderung von Wiedervernässung und nachhaltiger Moorbewirtschaftung. Als Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz soll sie in den kommenden Jahren bundesweit Moorschutz-Maßnahmen in landwirtschaftlich genutzten Mooren fördern. Insgesamt stehen 1,75 Milliarden Euro dafür bereit. Damit bietet das Programm nach Einschätzungen des Greifswald Moor Centrum erstmals eine echte Chance zu einem Durchbruch für skalierten Moorklimaschutz in Deutschland. Ausführlichere Information in der Medieninformation des Umweltministeriums und Einschätzungen in der GMC-Medieninformation.

MoorPower erleben

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Moor-PV beim EnergieTag MV

Menschen auf Flächen mit MoorPV. Bildcredit: Wattmanufaktur

14/04/2026 Wie lassen sich Klimaschutz, erneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung praktisch verbinden? Antworten gibt das Projekt MoorPower beim EnergieTag MV direkt vor Ort im Gelände. Am 25. April 2026 von 11:00 bis 14:00 Uhr laden Forschende der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrum zu einer Informationsveranstaltung in ein Niedermoor bei Rostock ein. Treffpunkt ist die Bio-Rind Wellen GmbH in Spoitgendorf (bei Plaaz, A19).

Vor Ort wird eine entstehende Moor-Photovoltaik-Anlage vorgestellt, die Solarenergie mit Wiedervernässung kombiniert und so einen doppelten Klimagewinn ermöglicht. Das Projekt MoorPower untersucht über drei Jahre die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Effekte dieses Ansatzes. Wetterfeste Kleidung sowie Gummistiefel oder festes Schuhwerk werden für die Teilnahme im Gelände empfohlen. Weitere Informationen zur Veranstaltung hier: https://www.energietag-mv.de/aktion/wie-sich-klimaschutz-erneuerbare-energien-und-regionale-wertschoepfung-verbinden-lassen-informationsveranstaltung-zu-moor-pv/

Frisch raus

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Neue Ausgabe des Paludikultur-Newsletters

Wasserbüffel der Möllmer Seewiesen aus dem BluMo-Projekt; Copyright: LfU; Fotograf Christian Betz

14/04/2026  Das sind die aktuellen Themen in der frischen Ausgabe des Paludikultur-Newsletter:

  • Paludikultur-Projekte – wer macht wo was in Deutschland? Eine Studie hat 146 Projekte aus den vergangenen 25 Jahren für einen Überblick zusammengestellt

  • Büffeln für Moor – 70 Interessierte trafen sich beim Workshop zu Wasserbüffelhaltung auf nassen Flächen in Brandenburg

  • Türmen für Paludikultur – warum es bald viel mehr Treibhausgasmessungen auf nass genutzten Flächen gibt, erklärt Dr. Christian Brümmer im Interview

  • Bis 2045 – wie soll der Pfad zu Moorklimaschutz aussehen bis und nach dem Zieljahr der Klimaneutralität in Deutschland? Ein Workshopbericht

Mehr Themen und aktuelle Termine im Veranstaltungskalender

Wir sind gerne in Kontakt mit unseren Lesern. Welche Themen können wir im Paludikultur-Newsletter aufnehmen, welches Feedback haben sie an uns? Gerne per E-Mail schreiben an communication@greifswaldmoor.de.