Aktuelles

März 2026

Paludikultur - wer, was, wo?

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Studie analysiert 146 Projekte in Deutschland

Vernetzung zwischen Partnern u. Trägern von Paludikultur-Projekten in Deutschland Abbildung 7 aus der GMC-Schrift

27/03/2026  Das neue Paper Die Entwicklung der Projektlandschaft zur Paludikultur – Eine Übersicht und Analyse in Deutschland zeigt: Von den insgesamt 146 betrachten Projekten aus den vergangenen 25 Jahren starteten erste Vorhaben bereits in den 1990er Jahren – noch bevor der Begriff „Paludikultur“ 1998 geprägt wurde. Mehr als 75 % aller Projekte wurden jedoch in den letzten zehn Jahren umgesetzt, was den wachsenden Stellenwert des Themas unterstreicht.
Die meisten Projekte finden sich in den moorreichen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern (44 Projekte) und Niedersachsen (41 Projekte) führen die Liste an. Die Themenvielfalt dabei ist groß: Besonders in den Jahren 1995 bis 2010 standen Pflanzenbau und Verwertung im Fokus. Betriebswirtschaftliche Aspekte wurden meist begleitend untersucht, während Fragen zu Planung und Genehmigung bisher unterrepräsentiert sind.
Viele Projekte konzentrieren sich auf spezifische Landnutzungs- und Verwertungsoptionen – etwa Torfmoose und Rohrkolben für die Substratherstellung oder Rohrkolben und Schilf als Baustoff. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Projekte, die sich mit einer breiten Palette an Nutzungsmöglichkeiten beschäftigen.
Neben der Publikation in der GMC-Schriftenreihe liegt die vollständige Liste der 146 Projekte als offene Excel-Datei für weitere Arbeiten zum Download bereit. Interessierte können die Autor*innen zudem mit Vorschlägen für weitere Projekte kontaktieren.

Ganz neu: PaludiBörse online

von Berit Krondorf (Kommentare: 0)

Biomasse leicht suchen und finden

11/03/2026 Angebot und Nachfrage zu Biomasse aus Paludikulturen bringt die neue Onlineplattform PaludiBörse jetzt zusammen. Sie schafft Transparenz über verfügbare Rohstoffe, Bedarfe und regionale Potenziale für Anbieter und Abnehmer.
Die nachhaltige Nutzung von Biomasse aus wiedervernässten Mooren – also Paludikultur – spielt eine zentrale Rolle für den Klima- und Biodiversitätsschutz. Gleichzeitig ist es in der Praxis oft nicht leicht, passende Partner*innen für Vermarktung oder Verarbeitung zu finden. Die PaludiBörse, entstanden im Rahmen der toMOORow-Initiative und dem Verbundprojekt PaludiAllianz, hilft dabei, diese Lücke zu schließen. Landwirt*innen können ihre verfügbaren Rohstoffe sichtbar machen, Unternehmen gezielt nach geeigneten Qualitäten suchen. Die Plattform erleichtert Vernetzung, reduziert Suchaufwand, schafft Markttransparenz und erleichtert den Aufbau regionaler Lieferketten. Ein Schritt, durch den die nasse Nutzung von Mooren wirtschaftlich tragfähig und ein Beitrag zu Klima- und Biodiversitätsschutz geleistet werden kann.